Der Marathon des Jahres ist für uns der Berlin-Marathon. Also ging es auch dieses Jahr wieder frohgemut nach Berlin. Schlechter als im letzten Jahr konnte es nicht werden und so bestand die Aussicht auf ein wunderbares Rennen. Und wir wurden nicht enttäuscht!
Am Freitagnachmittag fuhren wir nach Berlin und fanden ohne Umstände zur Messe, die dieses Jahr im Kabelwerk in der Siemensstadt stattfand. Das Abholen der Unterlagen war etwas umständlicher, dafür gab es reichlich Parkplätze und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln war die Messe gut zu erreichen. In dem Gewimmele mit den Unterlagen in der Hand stellte sich schon das erste Bauchkribbeln ein. Unsere Unterkunft lag dann strategisch günstig an der Martin-Luther-Straße, so dass man schon einen Blick auf die Strecke werfen konnte. Außerdem konnte man am Morgen Polizei und Abschleppdienste bei der Arbeit beobachten. (Lizenz zum Gelddrucken? Sie hatten jedenfalls gut zu tun.)
Den nächsten Morgen ließen wir dann locker angehen. Statt Einkaufsmarathon gab es ein ausgiebiges Frühstück, einen Gang um den Block und die obligatorischen Nudeln zum Mittagessen. Und das Kribbeln wurde stärker! Dann machten wir uns auf den Weg zum Start. Der Blick zum Himmel zeigte nur eines: Top-Wetter!!! Dazu war es auch noch gerade richtig warm genug. Ein herrlicher Tag zum Skaten!
Mit gemütlichem Vorlauf (AWS - Heiße Schokolade, Banane und Tigerzunge) ging es dann in den abgesperrten Bereich. Zunehmendes Kribbeln! Schuhe an, Schützer an (Dank an Elke), Helm auf, hab ich alles?, Klamotten abgeben, einlaufen, unter tausenden Skatern lauter Bekannte treffen und dann endlich in den Startblock rollen .... Puh! Geschafft. Es kann losgehen.

Nach einem problemlosen Start ging es dann auf 42 tolle Kilometer. Wir waren super gut drauf, das bereits erwähnte Wetter machte Freude, die Zuschauer und Helfer waren wie immer SPITZE und wir bogen nach guter Fahrt und ohne Sturz unter den Linden ein, um die letzten Meter zu genießen. Das ist für mich das, was auch den Reiz von Berlin ausmacht. Unter den Linden in die untergehende Sonne auf das Brandenburger Tor zuzulaufen und das Jubeln der Zuschauer zu genießen. Das ist einfach unbeschreiblich. Jetzt ist alles egal, ob du keine Kraft mehr hast oder alles weh tut, die Zuschauer puschen dich. Aber es gibt noch eine Steigerung. Nach dem Brandenburger Tor mit dem Blick auf das Ziel fährt man zwischen den Tribünen hindurch, durch ein Meer an Klatschen und Anfeuerung. Und dann spielten sie auch noch (extra für uns?) "Give me one moment in time". Whow. Die letzten Meter Hand in Hand ins Ziel waren wie ein Traum.

Nach dem Rennen waren wir dann strahlender Laune. Nach einer Saison, in der wir sehr wenig gelaufen waren, war das der wahrhaft krönende Abschluss. (Mit Bestzeit für Astrid.)
Am Sonntag haben wir dann von und vor unserer Ferienwohnung noch die Racebiker und die Läufer angefeuert. Haile in Aktion zu sehen ist schon imposant. Danach konnten wir dann ganz entspannt nach Hause fahren und uns über ein tolles Wochenende freuen. Und auf den Berlin-Marathon 2009!
Astrid und Michael
Bilder: Astrid und Michael







