Im Laufe der Zeit sammelt sich für das Inlineskaten so allerlei nützliches Zubehör an. Einiges davon kannte man anfangs noch nicht, und es handelt sich dabei auch nicht immer direkt um reines Inlineskate Zubehör.
Aus diesem Grund möchten wir dieses Wissen hier in Form einer kleinen Zubehörsammlung weitergeben, damit andere Skater (z.B. Einsteiger) davon profitieren können. Einiges ist bestimmt bekannt, aber vielleicht gibt es hier und da doch noch bei dem Einem oder Anderen einen "Aha-Effekt".
Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und es handelt sich um Wissen, welches auf eigenen Erfahrungen beruht. Bitte hierzu auch das Impressum beachten. Über weitere Anregungen zu ähnlichem Zubehör würden wir uns sehr freuen. Dann können wir diese Liste erweitern.
Helm und Schutzausrüstung
Dieses Zubehör sollte natürlich bei keinem Skater fehlen und auch benutzt werden, wie der Artikel "Helm und Schutzausrüstung: Wichtiger als viele denken!" zeigt.
Helme bekommt man im Fachhandel für Inlineskaten und im Fahrradfachhandel für ca. 30,- bis 250,- EUR. Teilweise gibt es aber auch schon mal Angebote für 10,- bis 20,- EUR mit Testurteilen "Sehr gut" bei Lebensmitteldiskountern und Kaffeeröstern.
Ideal sind spezielle Helme für das Inlineskaten, die hinten weiter heruntergezogen sind, falls man mal auf den Hinterkopf fällt. Dabei müssen es ja nicht gleich die kugelförmigen Helme sein, wie sie die Agressive-Skater verwenden, sondern es gibt hier auch Modelle in attraktivem Design, ähnlich den Fahrradhelmen.
Beim Kauf sollte auf eine gute und bequeme Passform (der Helm darf nicht verrutschen), und einer guten Belüftung geachtet werden. Helme gibt es in unterschiedlichen Größen (gemessen am Kopfumfang).
Außerdem sollte sich das Verschlusssystem am Kinnriemen des Helmes einfach und sicher schließen und öffnen, und das System zum Anpassen an die Kopfgröße gut einstellen lassen. Ich persönlich achte immer noch gerne darauf, dass der Helm in den Luftlöchern vorne ein Fliegengitter hat, damit in diesen keine Insekten beim Skaten kommen.
Schutzausrüstungen gibt es in vielen Varianten. Für den Anfang reichen sicherlich die etwas günstigeren und klobigeren Modelle aus. Später kann man auf teurere, professionelle und damit schmalere Schützer umsteigen. Auch hier sollte man auf eine gute Passform, einen sicheren und rutschfesten Sitz, und eine gute Belüftung achten.
Testberichte über die Qualität von Helmen und Schützer findet man hin und wieder z.B. bei Stiftung-Warentest oder im Skate-IN Magazin.
Taschen und Rucksäcke
Für die meisten Touren reicht eine kleine Hüfttasche, in der man das wichtigste wie z.B. Schlüssel, Geld, Handy, usw. neben der obligatorischen Wasserflasche verstauen kann.
Diese Taschen gibt es in verschiedenen Ausführungen (siehe Beispiele rechts). Man bekommt sie unter anderem im Sportfachhandel für Läufer (ca. 20,- bis 40,- EUR), oder ab und zu als günstiges Angebot bei Lebensmitteldiskountern für meist weniger als 10,- EUR.
Man sollte beim Kauf darauf achten, dass die Schnalle gut hält (hier habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht), die Tasche an sich stabil ist, und dass man eine Wasserflasche sicher befestigen kann: Denn ausreichend trinken ist beim Sport immer wichtig. Aus Sicherheitsgründen sollte man hier aber nicht zu einer Metallflasche sondern zu einer aus Kunststoff greifen,
weil es bei einem Sturz passieren kann, dass man sich die Metallfalsche in die Wirbelsäule rammt.
Für größere Touren sind Rucksäcke meist unerlässlich, da man hier mehr mitnehmen muss, besonders wenn das Wetter unklar ist. Hier sollte man beim Kauf unbedingt darauf achten, dass der Rucksack über eine gute Rückenbelüftung verfügt, damit man am Rücken nicht zu sehr nass schwitzt. Meist wird dieses in Form von belüfteten "Abstandshaltern" am Rücken gelöst, wie das Bild links bei meinem Rucksack von der Firma Deuter zeigt. Hier wird die Feuchtigkeit gut vom Rücken abtransportiert.
Funktionsbekleidung
Hat man einmal die Vorteile von Funktionsbekleidung erkannt, dann möchte man sie nicht mehr missen.
Hierbei handelt es sich um Sportbekleidung die atmungsaktiv ist und somit schneller trocknet. Das bedeutet zwar nicht (wie einige denken), dass man selber weniger schwitzt, aber die Feuchtigkeit wird hier von innen nach außen geführt und der Stoff nimmt selber kaum Feuchtigkeit an. So bleibt die Funktionsbekleidung insgesamt deutlich trockener. Baumwollbekleidung hingegen saugt die Feuchtigkeit auf und trocknet nur sehr langsam.
Außerdem ist die Funktionsbekleidung in der Regel leichter als Baumwollbekleidung, was z.B. dem Gepäckgewicht unterwegs im Rucksack zu gute kommt. Auf längeren Skate-Touren hat man weiterhin den Vorteil, dass man weniger oder keine Kleidung zum Wechseln braucht. So kann man lieber noch etwas zum Überziehen (natürlich ebenfalls Funktionsbekleidung) für z.B. die kälteren Abendstunden mitnehmen.
Auch im Winter ist es mit entsprechend warmer Thermo-Funktionsbekleidung kein Problem zu skaten, was die Kälte betrifft.
Neben reiner Funktionsbekleidung fürs Inlineskaten (meist Rennbekleidung) eignen sich hier vor allem auch Funktionsbekleidung aus dem Sportfachhandel für Läufer und Fahrradfahrer. Hin und wieder gibt es auch gute Angebote bei Lebensmitteldiskountern oder Kaffeeröstern. Man sollte aber immer darauf achten, dass es sich wirklich um atmungsaktive Bekleidung handelt. Denn nicht alles was nicht Baumwolle ist, ist damit auch gleich Funktionsbekleidung. Die Art des Gewebes ist dafür mitverantwortlich, wie gut die Feuchtigkeit abgeleitet wird. Erkennen kann man das meistens an den beigefügten Informationen (Schildchen), oder man lässt sich im Fachhandel entsprechend beraten.
Inlineskate-Socken
Für das Inlineskaten gibt es speziell entwickelte Socken.
Diese sind an bestimmten Stellen mal mehr und mal weniger gepolstert, um sich dem Schuh besser anzupassen, und letztlich Druckstellen zu vermeiden.
Man sollte aber auch hier beim Kauf darauf achten, dass die Socken wie Funktionskleidung ebenfalls aus einem atmungsaktiven Material hergestellt sind, was bei Markensocken in der Regel der Fall ist. Erkennen kann man dieses meistens an den Informationen auf der Verpackung, oder man lässt sich im Fachhandel beraten.
Leichte Schuhe
Auf vielen Skate-Touren ist es nicht unwichtig, leichte Schuhe mitzunehmen, weil man z.B. nicht überall mit den Skates hin kann, oder auch in Pausen ohne Skates die Toiletten besuchen möchte, was mit Schuhen deutlich angenehmer und hygienischer ist als mit Socken oder barfuss.
Bei mir persönlich haben sich leichte Badeschuhe bewährt. Man sollte darauf achten, dass die Sohle nicht zu dick ist damit die Schuhe nicht zu schwer werden, auch wenn es beim Gehen etwas unbequemer ist. Die Fotos zeigen eine besonders leichte Variante, die ich im Sportfachhandel (Karstadt Sport) in der Badeabteilung für ca. 20,- EUR gekauft habe.
Diese Schuhe sind so leicht (ca. 250g), dass ich sie bequem an meiner Hüfttasche befestigen kann. So erspare ich mir in manchen Fällen einen Rucksack.
Ich habe auch schon deutlich günstigere Varianten in Lebensmitteldiskountern für ca. 5,- EUR gesehen, die allerdings auch leider deutlich schwerer waren.
Eine weitere Möglichkeit wären Gymnastikschuhe. Diese bieten den Vorteil, dass man sie "aufrollen" und somit noch leichter verstauen kann, und zudem auch noch sehr leicht sind.
Regenponcho
Leider kann man es nicht immer vermeiden, dass man nicht doch mal in einen Regenschauer gerät. Allerdings möchte man, wenn man z.B. bei schönem Wetter losskatet, nicht immer gleich eine schwere unhandliche Regenjacke mitnehmen.
Hier haben sich besonders "Einmal-Regenponchos" für den - sozusagen - "Notfall" bewährt, die leicht und klein gefaltet, gut mitgenommen werden können. Fängt es dann einmal richtig an zu regnen, kann man die Folie auspacken und sie wie einen Poncho tragen.
Man bekommt diese Regenponchos z.B. im Fahrradfachhandel für ca. 0,50 - 2,00 EUR. Es gibt auch etwas haltbarere und damit auch schwerere Varianten für ca. 5,- EUR aus einem ähnlichem Material wie eine Regenjacke, die man aber wieder verwenden kann.
Skate-Überzieher
Um zu vermeiden, dass die Skates z.B. beim Skaten im Regen allzu dreckig werden, gibt es hierfür Überzieher zum Schutz. Zusätzlich wird hiermit dann auch die Feuchtigkeit, je nach Modell mehr oder weniger, abgehalten.
Für kältere Jahreszeiten gibt es auch extra warme Varianten aus Neopren.
DryPacks
Wenn die Schuhe einmal richtig nass geworden sind, können DryPacks helfen, die Schuhe innen einigermaßen schnell nach der Tour wieder zu trocknen.
Diese DryPacks bestehen aus zwei länglichen Säckchen, die mit einem die Feuchtigkeit aufnehmenden Material gefüllt sind. Diese werden dann in die nassen Schuhe gesteckt, wo sie die Feuchtigkeit heraussaugen. Danach legt man die DryPacks zum Trockenen an einen trockenen Platz in die Sonne oder auf die Heizung und kann sie später wieder verwenden.
Die DryPacks von K2 bekommt man im Inlineskate Fachhandel (z.B. bei www.der-rollenshop.de) oder auch im Skifachhandel für ca. 20,- EUR.
Kleiner Tipp: Hat man keine DryPacks, kann man sich auch mit Zeitungspapier behelfen, welches man in die Schuhe steckt
Lösungen gegen Blasen und Abschürfungen an den Füßen
Es kann vorkommen, dass man beim Skaten von den Schuhen kleine Wunden, wie Druckstellen oder Abschürfungen durch Reibung an den Füßen bekommt, z.B. wenn diese eventuell noch nicht richtig passen.
Hier kann man (auch vorbeugend) vor einer Tour so genanntes Tape oder möglichst glattes "normales" Pflaster über die enstsprechenden Stellen am Fuß kleben. Die Reibung findet dann beim Skaten nicht mehr direkt auf der Haut statt.
Wenn man zu Blasen an den Füßen neigt, kann man sich spezielle Blasenpflaster mitnehmen. Dieses bekommt man z.B. in der Apotheke (5 Stück für ca. 4,50 EUR).
Ebenfalls eine Lösung bei solchen Problemen sind die so genannten "Ankle Booties", mit denen schon viele Skater gute Erfahrungen gemacht haben. Diese werden direkt auf der Haut getragen und schützen den Knöchelbereich vor Blasen und Abschürfungen. Zu bekommen sind diese u.a. bei www.roadworx.de .
Bei größeren Problemen oder im Zweifel sollte man allerdings immer unbedingt einen Arzt oder die Sanitäter aufsuchen, die u.a. die Inlinetouren meist begleiten.
Vitamintabletten für das Wasser, Müsliriegel und Traubenzucker
Damit das Leitungswasser in den Wasserflaschen nicht so fade schmeckt, kann man hier Vitamin- oder Magnesiumbrausetabletten zum Auflösen im Wasser verwenden. Kleiner Tipp: Die Röhchen für diese Brausetabletten eignen sich auch oft prima zum Aufbewahren von Lagern :)
Für Unterwegs, insbesondere auf längere Touren oder auch auf einem Marathon, sollte man darüber nachdenken, sich Traubenzucker oder einen Müsliriegel mitzunehmen. So manchen "Druchhänger" konnte ich damit schon überwinden.
Universalkiste für Werkzeug-, Ersatzteile- und Zubehör
Um das ganze Werkzeug, Rollen, Stopper, Schrauben, Spacer, und sonstiges Zubehör und Ersatzteile gut sortiert unterzubringen, eignen sich Universalkisten besonders gut.
Diese haben viele zum Teil anpassbare Fächer, so dass man sie ideal an individuelle Bedürfnisse anpassen kann. Macht man dann mit den Inlineskates mal Urlaub, hat man alles gleich dabei.
Man bekommt diese Universalkisten z.B. im Baumarkt für 10-20,- EUR.
Beleuchtung und Reflektoren
Skatet man z.B. im Herbst oder auf Skate-Nights im Dunklen, dann sind so genannte "Blinkies" sehr sinnvoll, damit man von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen wird. Hierbei handelt es sich um kleine rote Lampen, die man z.B. an der Hüfttasche, dem Helm oder der Bekleidung befestigen kann. So wird man auch im Dunklen gut gesehen!
Beim Kauf sollte man aber unbedingt darauf achten, dass diese Lampen sehr hell leuchten! Ich habe einige Varianten gesehen, die kaum zu sehen sind. Die in dem Bild rechts abgebildete Lampe habe ich aus dem Fahrradzubehör, für ca. 8,- EUR. Sie leuchtet mit ihren 3 Lampen sehr hell, und man kann sie neben Dauerlicht auch auf Blinken und Lauflicht umschalten.
Es gibt auch andere gute Lösungen im Sportfachhandel für Läufer in Form von Bändern mit Reflektoren und / oder Lampen, die man sich um Arme oder Beine binden kann.
Weiterhin gibt es auch Lampen für Läufer mit weißem Licht für vorne, die man am Kopf befestigen kann. So kann man selber auch sehen, wohin man skatet, wenn die Lampe hell genug ist. Hier sollte man aber darauf achten, dass diese mit dem Helm zusammen passen.
Geräte zur Geschwindigkeits- und Distanzmessenung
Irgendwann möchte man sehen, wie schnell und wie weit man geskatet ist. Die hierfür nötigen Geräte werden ausführlich in dem Artikel "Geschwindigkeit und Entfernung beim Skaten per GPS ermitteln" beschrieben.
Touren planen mit entsprechender Software
Möchte man Touren planen, braucht man irgendwann einmal Kartenmaterial. Statt mit einer Papierkarte kann man sich heute u.a. topografischer, vektorbasierender oder satellitengestützter Karten in elektronischer Form bedienen.
Lange hat sich bei uns die Software "Top50 CD" der Landesvermessungsämter (z.B. www.cdtop50.de für Niedersachsen) bewährt. Mit der "Top50 CD" bekommt man für ca. 50,- EUR detailliertes topografisches Kartenmaterial z.B. von Niedersachsen in 1:50.000 oder 1:200.000. Hiermit können nun die Touren am Bildschirm geplant werden. Ferner ist es möglich mit einem GPS Gerät, wie z.B. dem Garmin Forerunner, sich auf diesen Karten nach einer Tour anzuschauen wo man geskatet ist.
Eine Alternative für eine solche Software wäre z.B. auch das ebenfalls kostenpflichtige MagicMaps.
In letzter Zeit werden aber die Kartentools von Google immer beliebter, die ich jetzt selber in der Regel zum planen von Touren verwende. Hier gibt es u.a. GoogleEarth, das es auch in einer kostenlosen Variante zum Dowload gibt, sowie das ebenfalls kostenlose GoogleMaps.







