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Tipps zum Kauf von Inlineskates für den Fitnessbereich

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Damit man den Spaß am Inlineskaten nach dem Kauf der Skates nicht gleich wieder verliert, sollte man einiges beim Kaufen beachten.

Ein großer Fehler ist es sicherlich, zum nächsten Lebensmitteldiscounter zu gehen, und sich dort NoName-Skates mit dem Gedanken zukaufen: "Für den Anfang wird es reichen. Ich muss erst einmal sehen, ob das überhaupt etwas für mich ist".

 

Auch wenn dort z.B. mit ABEC 5, Metallschiene, usw. geworben wird, sagt dieses überhaupt nichts über die tatsächliche Qualität der Inlineskates aus. Der Spaß mit solchen Skates kann sehr schnell vergehen, weil z.B. die vorher im Geschäft doch so leicht laufenden Rollen beim Skaten eher den Eindruck machen, als skate man mit einer angezogenen Bremse. Man bekommt beim Laufen dann schnell den Eindruck, dass andere Inlineskater "so einfach" skaten, man selber große Mühe hat mitzuhalten. Zu Unrecht verliert man so schnell die Lust am Skaten.

Inlineskates sind Sportgeräte! Diese - vor allem die ersten - sollte man also im Sportfachgeschäft mit einer guten Beratung kaufen. Hier empfiehlt es sich dann zum Einstieg, günstige Auslaufmodelle der Markenskates zu nehmen. Diese bekommt man, vor allem vor und besonders nach der Skate-Saison, besonders günstig.

Beim Inlineskaten gibt es mehrere Bereiche, für die es unterschiedliche Skates gibt, die an die jeweiligen Anforderungen angepasst sind:

  • Freizeit (auch Fun, Reaction oder Einsteiger genannt)
    Lockeres einfaches Skaten kleiner Strecken (2-8km) z.B. nach Feierabend zur Eisdiele
  • Fitness:
    Sportliches Inlineskaten von größeren Touren (10-50km oder mehr) in einer guten Geschwindigkeit
  • Nordic-Skating:
    Inlineskaten mit Stöcken, ähnlich wie Langlauf.
  • Speed:
    Anspruchsvolles sportliches Inlineskaten mit dem Ziel, eine bestimmte Strecke in einer möglichst geringen Zeit zu skaten
  • Inline Hockey:
    Hockey spielen auf Skates
  • Agressive:
    Über Rampen springen, in einer Halfpipe skaten, usw.


Wir wollen uns hier weiter hauptsächlich mit den Skates für den Fitness und Freizeit Bereich beschäftigen.

Durchgesetzt haben sich in diesem Bereich Inlineskate Modelle mit Softboots (Art des Schuhs) und Lagern mit mindestens ABEC 5 (Fertigungsnorm der Lager). Markenskates für Einsteiger liegen hier preislich derzeit (Stand 2007) zwischen ca. 100-150 EUR, Skates für Fortgeschrittene bei ca. 150-200 EUR und Skates für Profis über 200 EUR.

 

 

Die folgenden Punkte sollte man beim Kauf dieser Skates beachten:
  • Grundsätzlich sollte man sich beim Kauf von Inlineskates viel Zeit lassen.
  • Da die Füße sich im Laufe des Tages ausdehnen, sollte man die Skates erst am Nachmittag oder Abend kaufen.
  • Zur Anprobe der Skates sollte man keine zu dicken Socken anziehen, da sonst der Fuß anfängt im Skate zu "schwimmen". Gut geeignet sind spezielle Inlinesocken, die nur an den nötigen Stellen gepolstert und rutschfester sind. Für Männer und Frauen gibt es unterschiedliche Skates, die die jeweiligen anatomischen Unterschiede berücksichtigen.
  • Man sollte verschiedene Modelle anprobieren. Wichtig dabei ist eine gute Passform der Schuhe. Der Schuh sollte optimal sitzen und auf keinen Fall Schmerzen verursachen oder drücken. Kommen mehrere Modelle in Frage, sollte man sich für den Skate entscheiden, in dem man sich am wohlsten fühlt. Wichtig ist auch, dass der Schuh ausreichend Lüftungsschlitze hat und aus atmungsaktiven Materialien gefertigt ist.
  • Einige Inlineskates (z.B. K2) fallen von der Größe her deutlich kleiner (1-2 Größen) als normale Schuhe aus.
  • Die Ferse darf im Skate nicht hoch rutschen. Ist dieses der Fall, ist der Schuh sehr wahrscheinlich zu groß. Um die richtige Größe des Schuhs zu überprüfen, sollte man mit dem Fuß ganz nach vorne rutschen. Passt dann gerade ein Finger zwischen Ferse und Schaft, sollte die Größe richtig sein. Wichtig ist auch, dass man genügend Seitenhalt hat. Der Skate darf sich im Knöchelbereich nicht eindrücken lassen. Nach vorne sollte man das Sprunggelenk leicht bewegen können.
  • Die Qualität der Lager sollte man nicht danach beurteilen, wie gut die Rollen sich drehen lassen. Gute und mit wartungsarmen Fett geschmierte Lager von Marken-Skates lassen sich am Anfang eher schlecht drehen und erreichen erst nach einigen Kilometern die volle Schmierfähigkeit und laufen erst dann optimal.
  • Die ABEC-Norm gibt die Qualitätsstufe der Laufgenauigkeit der Lager an. Diese hat aber nur eine beschränkte Aussagekraft über die Qualität des Lagers, da diese weder das Material angibt, aus dem die Lager gefertigt werden, noch etwas über das verwendete Schmiermittel aussagt.
  • Die Rollen haben im Fitness-Bereich in der Regel einen Durchmesser von 78 (Einstieg) - 100 (Fortgeschrittener / Profi) mm und eine Härte von 78 - 85a. Je größer und härter die Rollen sind, desto "einfacher" kann man über längere Strecken schnell skaten. Mit kleineren Rollen dagegen ist man wendiger und kann besser beschleunigen als mit großen Rollen. Skatet man häufig auf einem guten Untergrund, so eignen sich eher härtere Rollen. Für schlechtere Straßenbeläge (z.B. rauer Asphalt) eignen sich besser weichere Rollen, die allerdings schneller verschleißen.
  • Passt es ins vorgesehene Budget sollte man Schienen aus Aluminium den Schienen aus Kunststoff vorziehen. Ab einem Körpergewicht von 80 kg sollte man auf Kunststoffschienen verzichten. Wichtig ist außerdem die Stabilität. Kann man die Schiene "verdrehen" (die erste und letzte Rolle festhalten und versuchen die Schiene zu verdrehen), sollte man lieber einen anderen Skate nehmen.
  • Der Bremsklotz muss aus Gummi sein, um optimal wirken zu können. Skates mit einem Plastikbremsklotz sollte man wieder ins Regal zurückstellen.
  • Hat man noch keine Schutzausrüstung, sollte man diese gleich mit den Skates mitkaufen. Diese sollte komplett aus Handgelenk-, Ellenbogen- und Knieschützern sowie einem Helm bestehen. Ohne Schutzausrüstung sollte man nie, und schon gar nicht als Anfänger, skaten.


Nach dem Kauf sollte man noch folgendes beachten:

  • Man sollte die Skates zunächst eine Weile vorsichtig in der Wohnung tragen um festzustellen, ob der Schuh wirklich optimal passt und nicht drückt. Stellt sich dann heraus, dass der Schuh doch drückt, hat man so eventuell noch die Möglichkeit die Skates umzutauschen.
  • Besonders wichtig ist es, dass Bremsen und Fallen mit Skates zu lernen. Kann man also noch nicht oder nicht richtig skaten, sollte man einen Kurs besuchen. Häufig wird dieser auch über die Sportfachgeschäfte angeboten, in denen man die Skates gekauft hat. Manchmal liegt den neuen Skates auch ein Gutschein des Herstellers für einen Inlineskate-Kurs bei.
  • Bevor man die erste Runde mit den neuen Skates (und natürlich einer Schutzausrüstung) dreht, sollte man prüfen, ob auch alle Schrauben richtig fest sitzen. Mir ist es bei neuen Skates schon passiert, dass eine Schiene nicht fest am Schuh angeschraubt war, und sich so bei der ersten Tour gelöst hatte.


Einen guten Überblick über die aktuellen Inlineskate-Modelle kann man sich in Inlineskate-Zeitschriften wie z.B. der Skate-IN verschaffen. Diese testen hin und wieder sehr umfangreich viele verschiedene Modelle. Ebenfalls testet ab und zu die Stiftung Warentest Inlineskates.

Viel Spaß mit den neuen Skates!

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. März 2008 um 09:00 Uhr  

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